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Interview mit Kübra Gümüsay (mit Bonustrack)

Ich habe (mal wieder) ein Interview mit der Bloggerin Kübra Gümüsay geführt, diesmal für Goethe.de. Darin erzählt sie, warum sie zu bloggen begonnen hat, was sie und Thilo Sarrazin unter Integration verstehen (nicht dasselbe) und warum muttersprachliche Förderung wichtig ist.

Zum Interview auf Goethe.de /// English version

Und hier gibt’s als exklusiven „Bonus Tracks“ das, was Kübra zum Thema Internet gesagt hat – also das, was im Teaser zum Interview angekündigt wird, obwohl es rausgekürzt wurde :-):

Was interessiert Sie am Internet?

Mich interessiert der Einfluss auf unsere Gesellschaft. Das Netz führt zu einer Fragmentierung. Zwar ist es toll, wie man sich in einem Kreis von Gleichgesinnten bewegen und gemeinsam Ideen weiterentwickeln kann. Das kann jedoch zu Isolation führen: Man verliert den Bezug zu dem, was sonst noch in der Welt geschieht. Manchmal treffe ich andere Blogger, von denen ich noch nie gehört habe, die aber in ihrer „Sphäre“ total bekannt sind. Sie beschäftigen sich ganz intensiv mit ihrem Thema, haben ihre ganz eigene Sprache, ihre eigene Welt – und die ist an mir total vorbeigegangen. Und dann merke ich, dass auch ich Gefahr laufe, mich im Netz nur in einer isolierten Community zu bewegen. Wenn das überhandnimmt, trägt das Netz nicht mehr dazu bei, etwas über Menschen aus anderen gesellschaftlichen Gruppen zu erfahren und die Grenzen der Parallelgesellschaften zu überwinden.

Lernen in der Kita – Frühkindliche Bildung

BIBER Netzwerk frühkindliche Bildung

Für Goethe.de habe ich einen Artikel über den Aufschwung der frühkindlichen Bildung in Deutschland in Folge des PISA-Schocks vor zehn Jahren geschrieben. Fazit: „Marktführer“ ist das Land, in dem der Kindergarten erfunden wurde, zwar nicht mehr, aber in den letzten Jahren hat sich einiges getan. Doch stärker als die Investitionen sind die Erwartungen und Anforderungen an die Erzieherinnen und Erzieher gestiegen. Mehr auf Goethe.de

Education at Pre-School Level? Early Learning

JIM-Studie 2011: Digitale Medien verdrängen „Holzmedien“ nicht

Das Internet ist für die meisten Jugendlichen ein alltäglicher Begleiter, zunehmend auch via Smartphone. Das hält sie jedoch nicht davon ab, Freunde zu treffen, Sport zu treiben und Bücher zu lesen – letzteres sogar wieder öfter als noch vor ein paar Jahren. Neben Liebe, Freundschaft und Musik ist Berufsorientierung ein wichtiges Thema für sie – und deshalb suchen sie auch im Netz nach Berufsinfos, viel häufiger als etwa beim eigentlich zuständigen BIZ. Das sind nur einige der Erkenntnisse aus der neuen JIM-Studie, die ich für Schulen ans Netz e. V. zusammengestellt habe. Mehr auf Schulen-ans-Netz.de

eTwinning-Preis 2011: Europa ohne Krise

Europa ist nicht nur die Eurokrise. Daran muss man ab und zu mal erinnern. Europa ist zum Beispiel auch „eTwinning“. Das EU-Programm stellt Schulen eine kostenlose Internet-Plattform voller Web-2.0-Tools zur Verfügung. Weitgehend unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit sind in 32 europäischen Ländern über 90.000 Schulen darauf aktiv. Hunderttausende Kinder und Jugendliche erleben so europäische Verständigung im Schulalltag.

In Zeiten, in denen „Europa“ nur noch in einem Atemzug mit „Krise“ genannt wird, wäre es schön, wenn eTwinning ein bisschen öffentliche Aufmerksamkeit bekäme. In Schönefeld bei Berlin hat Schulen ans Netz e. V. (als deutsche eTwinning-Koordinierungsstelle) nun die Deutschen eTwinning-Preise an neun besonders gelungene schulische Online-Projekte verliehen. Das ist doch ein schöner Anlass, um wieder einmal positiv über ein Europa-Thema zu berichten!

Hier stelle ich die eTwinning-Arbeit an der Albrecht-Dürer-Schule in Düsseldorf vor, die den ersten Platz in der Kategorie der 16–21-Jährigen belegt. Noch deutlicher als im Artikel ist die ansteckende eTwinning-Begeisterung der verantwortlichen Lehrerin Steffi Feldhaus im Video spürbar, das Nik Weber gedreht hat.

Und hier gibt’s außerdem die Pressemitteilung mit allen Gewinnern.

Eckart Severing im Interview: Übergang mit sicherer Perspektive

Viele Schulabgänger finden nicht sofort eine Ausbildungsstelle und landen in irgendwelchen Übergangsmaßnahmen. Was für eine Maßnahme das genau ist, welche Leistungen sie dort erbringen und was ihnen davon in einer späteren Berufsausbildung angerechnet wird, hängt mehr oder weniger vom Zufall ab. Der Berufsbildungsfachmann Eckart Severing, mit dem ich für Schulen ans Netz gesprochen habe, möchte das mit der Initiative „Übergänge mit System“ (Bertelsmann-Stiftung) ändern. Mehr auf Schulen-ans-Netz.de

Online-Spiele: Deutliche Zuwachsraten

Online-Games waren in diesem Jahr ein großes Thema auf der Computerspielemesse gamescom. Auch der Kongress „Gaming und unsere Gesellschaft“, der parallel zu der Messe stattfand, befasste sich mit dem Boom der Online-Spiele. Dort habe ich einige Stimmen von Branchenvertretern und Experten eingesammelt zu einem Beitrag für Schulen ans Netz verarbeitet. Unter anderem erläutert darin Prof. Jürgen Fritz von der FH Köln, wie diese kleinen, simplen Spielchen beträchtliche Bindungskräfte entfalten können. Zum Artikel auf Schulen-ans-Netz.de

Frühkindliche Bildung: Interview mit Norbert Neuß

Erieherinnen und Erzieher sollen künftig „Kindheitspädagogin“ bzw. „Kindheitspädagoge“ heißen – jedenfalls wenn sie akademisch ausgebildet werden, was immer häufiger der Fall ist. Denn die Ansprüche an die frühkindliche Bildung sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Die Ausstattung dieses Bildungsbereichs sei dennoch „nach wie vor katastrophal schlecht“,  kritisiert der Medienpädagoge Norbert Neuß im Interview, das ich für Schulen ans Netz mit ihm geführt habe.