Lernen in der Kita – Frühkindliche Bildung
Für Goethe.de habe ich einen Artikel über den Aufschwung der frühkindlichen Bildung in Deutschland in Folge des PISA-Schocks vor zehn Jahren geschrieben. Fazit: „Marktführer“ ist das Land, in dem der Kindergarten erfunden wurde, zwar nicht mehr, aber in den letzten Jahren hat sich einiges getan. Doch stärker als die Investitionen sind die Erwartungen und Anforderungen an die Erzieherinnen und Erzieher gestiegen. Mehr auf Goethe.de
JIM-Studie 2011: Digitale Medien verdrängen „Holzmedien“ nicht
Das Internet ist für die meisten Jugendlichen ein alltäglicher Begleiter, zunehmend auch via Smartphone. Das hält sie jedoch nicht davon ab, Freunde zu treffen, Sport zu treiben und Bücher zu lesen – letzteres sogar wieder öfter als noch vor ein paar Jahren. Neben Liebe, Freundschaft und Musik ist Berufsorientierung ein wichtiges Thema für sie – und deshalb suchen sie auch im Netz nach Berufsinfos, viel häufiger als etwa beim eigentlich zuständigen BIZ. Das sind nur einige der Erkenntnisse aus der neuen JIM-Studie, die ich für Schulen ans Netz e. V. zusammengestellt habe. Mehr auf Schulen-ans-Netz.de
eTwinning-Preis 2011: Europa ohne Krise
Europa ist nicht nur die Eurokrise. Daran muss man ab und zu mal erinnern. Europa ist zum Beispiel auch „eTwinning“. Das EU-Programm stellt Schulen eine kostenlose Internet-Plattform voller Web-2.0-Tools zur Verfügung. Weitgehend unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit sind in 32 europäischen Ländern über 90.000 Schulen darauf aktiv. Hunderttausende Kinder und Jugendliche erleben so europäische Verständigung im Schulalltag.
In Zeiten, in denen „Europa“ nur noch in einem Atemzug mit „Krise“ genannt wird, wäre es schön, wenn eTwinning ein bisschen öffentliche Aufmerksamkeit bekäme. In Schönefeld bei Berlin hat Schulen ans Netz e. V. (als deutsche eTwinning-Koordinierungsstelle) nun die Deutschen eTwinning-Preise an neun besonders gelungene schulische Online-Projekte verliehen. Das ist doch ein schöner Anlass, um wieder einmal positiv über ein Europa-Thema zu berichten!
Hier stelle ich die eTwinning-Arbeit an der Albrecht-Dürer-Schule in Düsseldorf vor, die den ersten Platz in der Kategorie der 16–21-Jährigen belegt. Noch deutlicher als im Artikel ist die ansteckende eTwinning-Begeisterung der verantwortlichen Lehrerin Steffi Feldhaus im Video spürbar, das Nik Weber gedreht hat.
Und hier gibt’s außerdem die Pressemitteilung mit allen Gewinnern.
Eckart Severing im Interview: Übergang mit sicherer Perspektive
Viele Schulabgänger finden nicht sofort eine Ausbildungsstelle und landen in irgendwelchen Übergangsmaßnahmen. Was für eine Maßnahme das genau ist, welche Leistungen sie dort erbringen und was ihnen davon in einer späteren Berufsausbildung angerechnet wird, hängt mehr oder weniger vom Zufall ab. Der Berufsbildungsfachmann Eckart Severing, mit dem ich für Schulen ans Netz gesprochen habe, möchte das mit der Initiative „Übergänge mit System“ (Bertelsmann-Stiftung) ändern. Mehr auf Schulen-ans-Netz.de
Online-Spiele: Deutliche Zuwachsraten
Online-Games waren in diesem Jahr ein großes Thema auf der Computerspielemesse gamescom. Auch der Kongress „Gaming und unsere Gesellschaft“, der parallel zu der Messe stattfand, befasste sich mit dem Boom der Online-Spiele. Dort habe ich einige Stimmen von Branchenvertretern und Experten eingesammelt zu einem Beitrag für Schulen ans Netz verarbeitet. Unter anderem erläutert darin Prof. Jürgen Fritz von der FH Köln, wie diese kleinen, simplen Spielchen beträchtliche Bindungskräfte entfalten können. Zum Artikel auf Schulen-ans-Netz.de
Frühkindliche Bildung: Interview mit Norbert Neuß
Erieherinnen und Erzieher sollen künftig „Kindheitspädagogin“ bzw. „Kindheitspädagoge“ heißen – jedenfalls wenn sie akademisch ausgebildet werden, was immer häufiger der Fall ist. Denn die Ansprüche an die frühkindliche Bildung sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Die Ausstattung dieses Bildungsbereichs sei dennoch „nach wie vor katastrophal schlecht“, kritisiert der Medienpädagoge Norbert Neuß im Interview, das ich für Schulen ans Netz mit ihm geführt habe.
Jugendwort 2010
Im Jahr 2010 hatte ich in meiner damaligen Rolle als SPIESSER-Redakteur das Vergnügen, in der Jury zur Wahl des Jugendworts des Jahres 2010 zu sitzen. Zu der vom Langenscheidt-Verlag initiierten Wahl (Platz 1: „Niveaulimbo“) gibt es hier ein Radiointerview mit mir.
Die Publikumsabstimmung zur Jugendwortwahl 2011 läuft lief übrigens bis zum 31. Oktober 2011. Mehr dazu unter jugendwort.de.
Update (8.12.2011): Das Jugendwort des Jahres 2011 ist „Swag“!
Die LfM Nordrhein-Westfalen hat die Initiative „Medienpass NRW“ gestartet und ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, im Internet an dem Medienführerschein für Schülerinnen und Schüler mitzuwirken. Darüber habe ich für Schulen ans Netz beim Medienforum.NRW mit LfM-Direktor Jürgen Brautmeier gesprochen. Mehr auf Schulen-ans-Netz.de
Den Blogger Richard Gutjahr hatte man offensichtlich eingeladen, um das Eröffungspanal beim Medienforum.NRW mit WDR-Intendantin Monika Piel, RTL-Chefin Anke Schäferkordt und Jürgen Doetz vom Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. ein wenig aufzumischen. Diese Erwartung hat er erfüllt.
Gutjahr sagte, das Führungspersonal der öffentlich-rechtlichen Sender erinnere ihn an die nordafikanischen Potentaten, die von der Revolution kalt erwischt wurden. Ebenso hätten die Senderchefs keine Ahnung davon, was im Internet passiert. Das sei unter anderem daran zu erkennen, dass sie nicht bei Twitter aktiv seien.
Der Angriff saß. Monika Piel schäumte sichtlich und wies ihn als „dumme Anmaßung“ zurück. Jürgen Doetz nannte die Haltung der digitalen Elite, die jedem, der nicht twittere oder bei Facebook aktiv sei, die Fähigkeit zur Kommunikation abspreche, gar „faschistoid“.
Auf Piels Frage, woher er denn wisse, dass man in den Führungsetagen vom Netz keine Ahnung habe, entgegnete Gutjahr, der auch für den BR arbeitet, zur allgemeinen Erheiterung: „Ich arbeite für Sie“. Viel mehr Substantielles hatte Gutjahr allerdings nicht zu sagen, bzw. er kam nicht dazu. Schade, die Provokation saß zwar, wurde aber nicht weiter untermauert. Aber nun war zumindest das Publikum wach.
Interessanter Auftakt. Mal sehen, wie es beim Medienforum weitergeht.



